Ein modernes Altenzentrum entsteht

An der Stelle, an der heute das Altenwohnheim steht, stand früher einmal das Kinderheim, es wurde im Juni 1968 abgerissen, um Platz zu machen für das neue dreistufige Altenzentrum, das aus einem Altenwohnheim, einem Altenheim mit integrierter Pflegestation, dem Personalbau und dem Kapellenbau bestehen sollte. Wichtig war der Bau eines Speisesaals, da man künftig das Essen nicht mehr auf den Zimmern servieren wollte. Es sollte vermieden werden, dass sich einzelne Bewohner isolierten, zumal die Kapazität von 65 Plätzen gerade noch überschaubar war und den familiären Charakter des Hauses gewährleistete.


Nach anderthalbjähriger Bauzeit konnte im April 1970 der Personalbau bezogen werden. Inzwischen liefen Planung und Ausbau für den 2. und 3. Bauabschnitt. In diese Zeit fiel auch der Vertrag mit dem Mutterhaus der »Hermanitas de los Pobres« in Caracas über die Pflege unserer Heimbewohner durch spanische und venezolanische Ordensschwestern. Im Mai 1970 kehrten die Franziskanerinnen in ihr Mutterhaus nach Erlenbad zurück, nachdem vier Wochen zuvor die spanischen Schwestern ihren Dienst im Antoniusheim angetreten hatten.


16 Jahre lang wirkten diese in unserer Altenpflege, bis auch sie am 27. Mai 1987 wegen des immer größer werdenden Nachwuchsmangels von ihrer Generaloberin zurückgerufen wurden. Es war ein schmerzlicher Verlust für das Antoniusheim, das nunmehr ausschließlich auf freie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angewiesen ist.


Nachdem dann auch der Bau der großen Kapelle vollendet war, konnte im Herbst 1972 der großzügige Neubau des Altenzentrums eingeweiht werden: das Altenwohnheim mit 32 Ein- und 14 Zweizimmer-Appartements in 10 Geschossen mit Balkon, das Altenheim mit 65 Plätzen, ebenfalls in Ein- und Zweizimmer-Appartements, die zum Teil mit Balkon ausgestattet sind und die Pflegeabteilung im Altenheim, die in Zwei- und Dreibettzimmern über 29 Plätze verfügte.


Für das Personal und die Schwestern standen im Personalbau 30 Zimmer zur Verfügung.
 

Für die kulturelle Betreuung, Vorträge, Konzerte, Filme, Lichtbilder, Feiern und Gymnastik steht der Clubraum bereit. Die Möglichkeit eigene Familienfeste im Haus zu feiern, rundet seitdem das Bild eines modernen Altenzentrums ab, das den Bewohnern Ersatz für ein eigenes Heim bietet.

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