Vollendung und Neubeginn

Als 1983 endlich die städtischen Dr.-Horst-Schmidt-Kliniken am Freudenberg bezogen werden konnten und damit die Stadt auch unsere von der Frauenklinik benutzten Häuser räumte, war der Weg für die Vollendung unseres Altenzentrums frei. Auch diesmal wurde wieder der Frankfurter Architekt Hans Busch mit der Planung und Ausführung beauftragt.

Der Gedanke, dass wir einer Generation Dank schulden, die zwei Weltkriege mit allen Entbehrungen und Opfern auf sich genommen hat, war uns Verpflichtung, ihr für ihren Lebensabend eine menschenwürdige und altersgerechte Heimat zu bieten.

So wurde an der Stelle des Hauptgebäudes der ehemaligen Frauenklinik ein neues Pflegeheim errichtet, das in vier Geschossen mit je 24 Plätzen insgesamt 96 Plätze in 36 Zweibettzimmern und 24 Einbettzimmern enthält. Alle Pflegezimmer liegen auf der Südseite und sind mit eigener NasszeIle mit Waschgelegenheit und Toilette ausgestattet. Zwei große Erker, ein Speiseraum, die Stationsküche, Schwesternzimmer, Personalraum, Abstellräume und ein großer überdachter Balkon runden das Bild ab.

  • ludwig-loefflerhaus
  • pfarrer-pabst-haus-suedseite
  • pfarrer-pabst-haus

Im Erdgeschoss befinden sich die großzügig ausgebauten Räume der Beschäftigungs- und der Bewegungstherapie und die Tagespflege mit Küche, Ruheräumen, Aufenthalts- und Therapieraum. Der einladende Empfang vermittelt dem Besucher die Großzügigkeit und den Geist dieses modellhaften Altenzentrums. Modellcharakter hat vor allem aber die Beschützende Abteilung, die in einem eigenen zweigeschossigen Gebäude untergebracht ist, das sich an der Stelle des ehemaligen Strahlenbaus der Klinik befindet. In 12 Ein- und 8 Zweibettzimmern haben dort 28 Bewohner liebevolle aktivierende Pflege. Ein eigener Garten für die Bewohner dieses Hauses schließt sich an und bietet an schönen Tagen Erholung und Unterhaltung.

  • beschaeftigungstherapie
  • grosskueche
  • wohnbereich

Im Sommer 1987, als sich die Frage nach der Verwendung der durch den Neubau des Pflegeheims freigewordenen Pflegestationen stellte, wurde die Nachfrage nach Kurzzeitpflegeplätzen immer dringender. In Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden wurde dieser Gedanke sofort aufgegriffen und in relativ kurzer Bauzeit eine Station für Kurzzeitpflege errichtet.

In allen Pflegebereichen des Altenzentrums befinden sich moderne hydraulische Bäder, die dem Pflegebedürftigen die Angst vor dem Baden nehmen und dem Pflegepersonal eine große Hilfe sind.

In einer modernen Wäscherei mit eigenem Personal wird für die Sauberkeit Sorge getragen.

Auch der Speisesaal im Erdgeschoss des Altenheims wurde großzügig erneuert und erweitert, so dass er den veränderten Verhältnissen gerecht wird. In einer großen, modernen Küche werden täglich bis zu 250 warme Mahlzeiten vorbereitet.

Der Clubraum wurde auf das Doppelte vergrößert und mit einer modernen Beschallungsanlage ausgestattet, eine große Lichtkuppel gibt dem Raum eine angenehme, helle, natürliche Beleuchtung.

So stehen ietzt im 7. Obergeschoss des Altenheims - mit zwei Aufzügen zu erreichen - in 2 Einbettzimmern und 7 Zweibettzimmern 16 Kurzzeitpflegeplätze ganziährig zur Verfügung. Damit ist einem dringenden Bedürfnis abgeholfen, um pflegenden Angehörigen einen Urlaub oder eine Kur zu ermöglichen oder aber auch die Sorge zu nehmen, wenn sie selbst krank werden und in das Krankenhaus müssen. Dieses Angebot hat sich bereits im ersten halben Jahr seines Bestehens bestens bewährt, was sowohl die bisherige Auslastung als auch die Voranmeldungen für die kommenden Monate deutlich zeigen.
 

Alle Gebäude des Altenzentrums sind untereinander mit verglasten, beheizten Gängen verbunden. Eine moderne Cafeteria im Erdgeschoss des Altenwohnheims, angeschlossen an den Kiosk, bietet Bewohnern und Besuchern die Möglichkeit der Unterhaltung und Entspannung; bei gutem Wetter ist hier auch der Aufenthalt im Freien möglich.

Diese einmalige und mustergültige Anlage unseres Altenzentrums liegt am Südhang des »Bahnholzer Kopfs«, höher als Wiesbadens »Hausberg«, der Neroberg, inmitten eigenen und am Rand des Wiesbadener Stadtwalds. Hier finden die Menschen Ruhe und Erholung von der Last ihres Lebens.

  • kleine-stadt